Türöffnung 19:00 Uhr

Mit Kollekte

Es wird auf dem Bildschirm eine live Aufnahme der Tribune geben.

Vorstellung des Projekts:

Im Jahr 2026 begibt sich das Duo Vulcain auf ein spannendes musikalisches Abenteuer und erkundet ein originelles, für Saxophone und Orgel Repertoire, welches aus neuen Orignal-Werken für diese Besetzung und Bearbeitungen besteht. Diese beiden Instrumente mit ihren fast schon symphonischen Klangmöglichkeiten ergänzen sich und komplementieren sich. Die Orgel mit ihren farbreichen Registern und ihrer klanglichen Kraft schafft neue Klangmöglichkeiten in der Kombination mit dem rauchigen aber auch strahlenden Klang des Saxophons und schafft so einen Dialog. Diese Kombination erinnert an eine Orgel, die zwischen menschlichem und mechanischem Atem zum Leben erwacht.

 

Rhapsodie von Creston, op. 108 A      
Dieses 1976 komponierte und vom berühmten Saxophonisten Jean-Marie Londeix uraufgeführte Werk ist ein echter Meilenstein im Repertoire für Saxophon und Orgel und verkörpert das gesamte Ausdruckspotenzial des Duos. Allzu oft auf liturgische Begleitmusik reduziert, verdient das Repertoire für Saxophon und Orgel es, in seinem ganzen Reichtum und seiner konzertanten Qualität wiederentdeckt zu werden – was diese Rhapsodie auf brillante Weise veranschaulicht.

Akashia
Inspiriert vom Sanskrit-Begriff Akasha, der Äther oder Raum bezeichnet, ist Akashia ein zeitgenössisches Werk, in dem Spiritualität und Klangmaterial miteinander verschmelzen. Das Saxophon entfaltet hier eine intensive Virtuosität, während die Orgel ihre gesamte Klangpalette ausreizen kann und so ein symphonisches Erlebnis schafft. Das Werk stellt das unsichtbare Universum dar, eine himmlische Bibliothek, in der jede Note eine Spur ist.

Faith
Dieses vierteilige Werk ist ein musikalisches Plädoyer für Toleranz und interreligiösen Dialog. Jeder Satz evoziert mit subtil spiritueller Komposition eine Facette des Glaubens oder des Zweifels. Saxophon und Orgel schaffen dabei reichhaltige und vielfältige Klangtexturen, von intim bis grandios, und bahnen so einen Weg zur Universalität.

Schweizer Blickwinkel – Zwei Komponistinnen im Rampenlicht:

Zwei Schweizer Komponistinnen bereichern dieses Programm mit ihrer einzigartigen und sich ergänzenden Vision:

Isabel Gehweiler, Komponistin und Cellistin aus Zürich, hat das Werk In Paradisum komponiert, das speziell vom Duo Vulcain für diese Tournee in Auftrag gegeben wurde. Das Stück, welches am 6. Februar 2026 in Männedorf uraufgeführt wird, ist von Licht und Schatten geprägt und zitiert u.A. das Requiem des französischen Komponisten Maurice Durufflé, dessen letzter Satz «In Paradisum» die Inspiration für das Werk bildet.

Nicole Johänntgen, eine international renommierte Schweizer Saxophonistin und Komponistin, ist ebenfalls mit ihrem Werk Inexorable Transition im Programm vertreten. Dieses Stück, das während des Lockdowns 2020 komponiert wurde, symbolisiert einen unvermeidlichen Wandel und die inneren Veränderungen des Individuums. Mit roher Energie und einer direkten Sprache lädt es uns ein, unsere Komfortzone zu verlassen und uns auf das Unbekannte einzulassen.

Obwohl sie sich in ihrer Ästhetik unterscheiden, zeugen diese beiden Werke von der kreativen Vitalität der zeitgenössischen Schweizer Musik und vom Platz der Komponistinnen im Repertoire für Saxophon und Orgel.

Mit diesem Projekt bekräftigt das Duo Vulcain seinen Willen, das Repertoire für Saxophon und Orgel lebendig zu halten und weiterzuentwickeln. Zwischen der Wiederentdeckung bedeutender Werke, zeitgenössischen Kreationen und Schweizer Frauenperspektiven bietet diese Tournee ein einzigartiges sensorisches und spirituelles Erlebnis. Ein neuer Atemzug, getragen von zwei kraftvollen und zugleich subtilen Instrumenten, im Dienste eines lebendigen und zutiefst menschlichen musikalischen Dialogs.

Für 2026 wollte die Pianistin Daphné Widmer eine Pause einlegen, was unserem Ensemble die Gelegenheit bot, mit Frédéric Champion zusammenzuarbeiten.